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Meine Heilreise in Indien – 1. & 2. Tag

Ich und Ich

Was verleitet den Menschen dazu, nicht auf sich selbst zu achten? Warum verliert er sich so oft in seiner Trauer und flüchtet sich in Dinge, die ihm nicht guttun?

„Nicht guttun“ heißt für mich: zu viel essen, zu viel trinken, alles, was uns von uns selbst wegträgt, Dinge, die uns kurzfristig vergessen lassen, was eigentlich gefühlt werden will. In etwas fliehen – in zu viel Arbeit, in Oberflächlichkeit oder in das Zusammensein mit Menschen, die einem selbst nicht guttun.
Warum tun wir das?

In solchen Momenten sitze ich da und spüre, wie Traurigkeit in mir aufsteigt. Ich frage mich: Warum tust du dir das selbst an – dir und deinem Körper?
Warum gelingt es mir nicht, diese Achtsamkeit in meinen Alltag mitzunehmen, sie jeden Tag ein wenig zu leben und bei ihr zu bleiben?

Und zugleich staune ich. Darüber, wie viel wir selbst ertragen können. Wie widerstandsfähig der Mensch ist.
Welchen stillen Willen wir in uns tragen, weiterzugehen – selbst dann, wenn es am schwierigsten ist.

Ich stelle mir diese Fragen oft, wenn ich wieder zu mir komme und in der Stille sein darf. Und ich meine wirklich in der Stille sein: keine Ablenkung, keine Fragen darüber, warum jemand ein überfließendes Herz hat, warum manche Menschen zu viel reden und andere wieder schweigen, warum man sich in die Arbeit verliert
oder warum wir Wege gehen, die uns innerlich nicht nähren.

Solche Fragen stelle ich mir, wenn ich mir diese Zeit wieder erlaube. Mit „Zeit haben“ meine ich: Ich und Ich.
Aufatmen.
Sein.
Schreiben.
Reflektieren.

Den eigenen Körper annehmen, so wie er ist. Beginnen, sich selbst Liebe zu schenken. Nicht immer auf die anderen schauen – sondern auf sich selbst.

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